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Die mittelalterliche Wasserburg im Ortsteil Neuhaus wurde im 14. Jahrhundert im Lüneburger Erbfolgekrieg als "Neues Haus Vorsfelde" vom Welfenherzog, Magnus dem Jüngeren, und der Stadt Braunschweig gebaut. Im Jahre 1371 stand Welfenherzog Magnus der Jüngere von Braunschweig plötzlich ohne Schloss oder Burg da. Auf der Wolfsburg saßen die Ritter von Bartensleben und hatten sich zudem die Burg Vorsfelde des Herzogs einverleibt. Da das "Alte Haus Vorsfelde" besetzt war, ließ Magnus unverzüglich mit Geldern der reichen Braunschweiger das "Neue Haus Vorsfelde" errichten. An strategisch günstiger Stelle auf einem flachen Felsmassiv am Hehlinger Bach oberhalb der Allerniederung ließ er sich eine Felsenburg gleichzeitig als Wasserburg errichten, die heute noch als eine der am besten erhaltenen mittelalterlichen Wasserburgen im norddeutschen Raum gilt. Deutlich wird bei der Besichtigung der Burg Neuhaus auch der Unterschied zwischen der Prunkliebe der Renaissance (Schloß Wolfsburg) sowie der rauhen Welt des Mittelalters und der Ritter. Neuhaus stellt den seltenen Typ einer Höhen und (ehemals) von Gräben umgebenen Wasserburg dar, die sich gegen die eigenen Lehensleute, die Herren von Bartensleben, gut verteidigen ließ. Die hatten sich im sogenannten Lüneburger Erbfolgekrieg auf die Seite des Herzogs von Sachsen geschlagen, der mit Magnus im Streit um das Herzogtum Lüneburg lag. 1372 kam es zur Schlacht bei Heßlingen. Das "Alte Haus Vorsfelde" wurde 1464 zerstört, Burg Neuhaus steht heute noch. Nach den zerstörerischen Angriffen des Grafen Vollrath von Mansfeld im Jahre 1552 brachen für die renovierte Burg Neuhaus friedlichere Zeiten an. Sie diente den Herzögen von Braunschweig als Verwaltungsmittelpunkt. In der Napoleon-Zeit endete die Aufgabe des Amtssitzes, danach war Neuhaus herzogliche Domäne, für landwirtschaftliche Nutzung verpachtet. Im Jahre 1981 ging die Burg in den Besitz der Stadt Wolfsburg über. Das Städtische Museum richtete in zwei Räumen, die zur ältesten Bausubstanz zählen, eine Dokumentation der Geschichte der Burg sowie des Amtes Neuhaus ein. Seit 1986 sind sie zu besichtigen. Gezeigt werden unter anderem das Modell der Burganlage sowie das Modell der Neuhäuser Amts-Wassermühle. Diese war stets eine wichtige Einnahmequelle des jeweiligen adligen Amtsdrosten. Leider fiel sie 1952 dem Bau einer Umgehungsstraße zum Opfer. Ferner werden Waffen des Spätmittelalters und Dokumente zum Leben der Menschen in der Zeit bis 1800 ausgestellt. Die breiten Wassergräben rings um die Burganlage sind längst zugeschüttet, nur der Haus- und Mühlenteich zeugt von der einstigen Wasserburg. Der Burgpark lädt ebenso wie das Museum zu einem Verweilen in Neuhaus ein.
Im Rundturm wird die Geschichte der Burg und des ehemaligen Amtes Neuhaus wieder lebendig.
Besichtigen Sie unter anderem: - Modell der Burganlage
- Diorama der Zollstelle
- Modell der Wassermuehle
- Modell einer Schnapsbrennerei
- Waffen des Mittelalters
- Diverses aus der Ritterzeit
- Dokumente zum Leben in der damaligen Zeit
Öffnungszeiten des Museums:
Sonntags: 14.00 Uhr bis 17.00 Uhr sowie nach Vereinbarung Der Eintritt ist frei!
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